2. Trinkwasservorrat und Wasseraufbereitung
Ohne Trinkwasser ist eine eigenständige Versorgung nur sehr begrenzt möglich. Deshalb gehört Wasser zu den wichtigsten Bestandteilen jeder Vorsorgestrategie.
DIE OFFIZIELLE EMPFEHLUNG
Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung empfiehlt mindestens 9 Liter Trinkwasser pro Person. Diese Menge ist als Grundreserve für drei Tage zum Trinken und Kochen vorgesehen.
DER SWISSRATION-ANSATZ
Swissration betrachtet diese Menge als wichtige Mindestgrundlage.
Wer seine Lebensmittelversorgung für 14 Tage oder länger plant, sollte auch die entsprechende Wasserversorgung berücksichtigen.
Dabei müssen nicht zwingend sämtliche Wassermengen dauerhaft gelagert werden. Eine Kombination aus Trinkwasservorräten, geeigneten Wasseraufbereitungssystemen und zusätzlichen Bezugsquellen kann sinnvoll sein.
So gehst du vor:
1. Plane deinen Wasserbedarf für sämtliche Haushaltsmitglieder.
2. Berücksichtige mindestens 3 Liter pro Person und Tag zum Trinken und Kochen.
3. Denke an zusätzlichen Wasserbedarf für Hygiene, Reinigung und besondere Bedürfnisse.
4. Lagere ausreichend abgefülltes Trinkwasser an einem geeigneten Ort.
5. Informiere dich über Möglichkeiten zur Wasseraufbereitung und deren technische Grenzen.
6. Überprüfe regelmässig deine Vorräte und die Funktionsfähigkeit deiner Ausrüstung.
WASSERAUFBEREITUNG VERSTEHEN
Wasserfilter können je nach Bauart bestimmte Verunreinigungen und Krankheitserreger entfernen.
Auch Abkochen oder geeignete Desinfektionsverfahren können zur mikrobiologischen Sicherheit beitragen.
Wichtig: Nicht jedes Verfahren entfernt sämtliche Krankheitserreger oder chemischen Schadstoffe.
Die gewählte Aufbereitung muss deshalb zur möglichen Verunreinigung des Wassers passen.
MEHR ALS NUR WASSER LAGERN
Eine zuverlässige Wasserversorgung besteht aus drei grundlegenden Überlegungen:
Wie viel Trinkwasser steht unmittelbar zur Verfügung?
Woher kann bei einem längeren Unterbruch zusätzliches Wasser bezogen werden?
Wie lässt sich dieses Wasser bei Bedarf sicher aufbereiten?
Wer diese Fragen frühzeitig klärt, schafft eine wichtige Grundlage für eine längerfristige, eigenverantwortliche Versorgung.
